GESUNDHEITSMANAGEMENT

Zahlen & Fakten

Die Spitalsaufenthalte wegen psychischer Erkrankungen stiegen in Österreich seit 1995 um 96,6 Prozent. Insgesamt verursachen Krankenstände aufgrund seelischer Beschwerden 2010 mehr als 2,6 Millionen Krankenstandstage, deutlich mehr als die Hälfte entfielen auf Frauen. 3,0 Mio ÖstereicherInnen leiden unter Schlafstörungen, 1 Mio ÖstereichherInnen sind alkoholgefährdet, 1 Mio Burn-out-gefährdet. Der Anstieg der befristeten I-Pensionen/Erwerbsunfähigkeitspensionen aufgrund psychischer Störungen stieg seit 1995 um 116,7 Prozent auf 93.000 Fälle pro Jahr.

Immer mehr Menschen fühlen sich überlastet, gestresst, kraftlos, ausgehöhlt. Vor immer wiederkehrenden Erschöpfungszuständen ist es nur mehr ein kurzer Weg zur Erschöpfungsdepression. Wir sind seit Jahren daran gewöhnt, den von Freudenberger geprägten, in der Zwischenzeit inflationären Begriff Burn-out dafür zu verwenden. Burn-out-Ursachen sind multifaktoriell. Sie liegen in zu hohen beruflichen, persönlichen und gesellschaftlichen Erwartungshaltungen. Burn-out steht oft am Ende eines anstrengenden, sinnentleerten Arbeitslebens oder Lebens überhaupt und stellt für Unternehmen und Betroffenen eine große Herausforderung dar.
Menschen müssen wieder lernen Grenzen wahrzunehmen, sich Regenerationszeit als selbstverständlich einzuplanen und ihre Erreichbarkeit zu überdenken. Regelmäßige Pausen sind ebenso angesagt wie der positive Umgang mit Rückschlägen oder nicht erwartetem Misserfolg.

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